Morgens entfachte man ein Feuer, ließ es ausbrennen und den beißenden Rauch durch die Schlote abziehen. Daraufhin öffneten Diener alle acht Lochsteine für etwa eine halbe Stunde. Dann gaben die erhitzten Steinkanäle ihre gespeicherte Wärme ab und heiße Luft stieg in den Raum auf. Jetzt waren die breiten Löcher, neben denen die jeweils etwa zehn Kilo schweren Stöpsel auf dem Mörtelfußboden lagen, Stolperfallen. Erst nachdem alle Öffnungen geschlossen waren, konnte man den Wohnraum wieder ungehindert betreten.
Derartige Unterflurheizungen mit Heißluft wurden während des ganzen Mittelalters verwendet und weiterentwickelt. Erst seit dem XV. Jahrhundert löste der kompakte Kachelofen dieses Prinzip ab.
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